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Neues OP-Verfahren am Klinikum St. Georg

Pressemitteilung des Klinikums St. Georg gGmbH vom 01.11.2010

Neues OP-Verfahren am Klinikum St. Georg

Entfernung der Nebenniere erstmalig über einen isolierten Zugang zum Bauchraum

Leipzig. Am 29. Oktober wurde am Klinikum St. Georg in Leipzig, Abteilung für endokrine Chirurgie, die erste Nebenniere (ein hormonproduzierendes Drüsenorgan neben der Niere) über einen isolierten Zugang zum Bauchraum entfernt.
Dieses Verfahren zur Entfernung der Nebenniere wurde in vereinfachter Form weltweit erstmals 2008 durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine seit anderthalb Jahren kommerziell erhältliche Technik, mit der über einen einzigen Zugang von zwei bis drei cm ein Tumor aus dem Bauchraum entfernt werden kann. Die Technik wurde zunächst für die Entfernung der Gallenblase angewendet. Am Klinikum St. Georg wurden seit 2009 bereits 12 Gallenblasenentfernung mit dieser sogenannten Single Port-Technik durchgeführt.

Aufgrund der am Klinikum gewonnenen Erfahrung mit dieser minimalinvasiven Technik wurde jetzt die erste Entfernung der Nebenniere über einen solchen Zugang durchgeführt. Das neue an dem Verfahren, deutschlandweit in dieser Form bislang nicht veröffentlicht, besteht in dem isolierten Zugang zum Bauchraum. Während normalerweise drei bis vier kleine Zugänge zur Entfernung der Nebenniere geschaffen werden müssen, reicht bei diesem Verfahren ein einziger Zugang aus. In der weltweiten Fachliteratur wurden in diesem Jahr nur zwei Einzelfallberichte zur Entfernung der Nebenniere mit diesem Verfahren veröffentlicht. Die Operation erfordert besondere Erfahrung in der Behandlung von Erkrankungen der Nebenniere und in der Anwendung dieser operativen Technik. Die Operation am Klinikum St. Georg hat 90 Minuten gedauert, die Patientin konnte noch am gleichen Abend normal essen und wurde am 3. postoperativen Tag aus der stationären Behandlung entlassen.

Alternative, technisch weniger aufwendige Verfahren über den Rücken fanden bislang seit 2009 eine breitere Anwendung, der Vorteil der einzelnen Zugangswege wird in Zukunft zu prüfen sein.

Die minimalinvasive Chirurgie hat in den letzten 20 Jahren wesentliche Fortschritte gemacht, die Aufenthaltsdauer konnte für einzelne Erkrankungen, zum Beispiel der Gallenblase, von ein bis zwei Wochen auf zwei bis drei Tage reduziert werden.

Die Single Port-Technik ist eine konsequente Weiterentwicklung von Operationen mit minimalem Zugang und wird für die Patienten eine weitere wesentliche Verbesserung darstellen. Einzelne Zugänge bedeuten für die Patienten eine weitere Verkürzung des stationären Aufenthaltes und vor allem weniger Schmerzen in der unmittelbaren postoperativen Phase.

St. Georg Unternehmensgruppe:
Die St. Georg Unternehmensgruppe besteht aus der Klinikum St. Georg gGmbH, fünf Tochtergesellschaften (einschließlich Fachkrankenhaus Hubertusburg) und dem Eigenbetrieb Städtisches Klinikum „St. Georg“ Leipzig. Das Klinikum St.
Georg gehört nach dem Landeskrankenhausplan zu den Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung. Gemessen an
der Spezialisierung und dem Krankheitsschweregrad reichen die medizinischen Leistungen von der Regel- bis zur Maximalversorgung, wobei etwa 75 % der flächendeckenden Regelversorgung zuzurechnen sind. Mit den verbleibenden 25 % werden spezialisierte und hochspezialisierte Behandlungsmaßnahmen abgedeckt.
E-Mail: info@sanktgeorg.de; www.sanktgeorg.de

Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie mit Darmzentrum
Abteilung Allgemeine- und Endokrine Chirurgie
Professor Lamesch/ Dr. Braunert
Tel.: 0341 909-2221
Fax.: 0341 909-2214
 

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