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Neue Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe am UFZ Leipzig erforscht Umwelteinfluss auf Immunzellen

Auszug aus der Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) vom 30.03.2011

Neue Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe am UFZ Leipzig erforscht Umwelteinfluss auf Immunzellen

Seit 2011 gibt es eine neue Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Leipzig, die sich mit der Rolle der RNA (Ribonukleinsäure) bei der Entstehung umweltbedingter Erkrankungen befassen wird. Bis 2007 galt: Die RNA ist vornehmlich damit beschäftigt, die in der Doppelhelix der DNA gespeicherten Informationen zu Proteinen aufzunehmen und als Bauplan für die Produktion der Proteine zur Verfügung zu stellen. "Sie galt sozusagen nur als das kurzlebige brave Arbeitstier, das in den Zellen Informationen umherschleppt", umschreibt Dr. Jörg Hackermüller den damaligen Stand des Wissens. Doch er und seine beiden Forscherkollegen der Helmholtz-Hochschul-Nachwuchsgruppe gehören zu jenen Bioinformatikern, die der Unterschätzung der RNA ein Ende bereiten und deren Rolle analysieren wollen. Dafür stehen die kommenden fünf Jahre 125.000 Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft plus 125.000 Euro UFZ-Eigenanteil pro Jahr zur Verfügung.

Ausgangspunkt des Neuansatzes in der RNA-Forschung war die Beobachtung, dass nicht einmal zwei Prozent der menschlichen DNA Proteine kodieren, das heißt einen Bauplan für Proteine darstellen. Was aber machen die übrigen 98 Prozent, die zum Großteil keine offensichtlichen Anzeichen für eine Funktion tragen? Im Rahmen des Projekts "Enzyklopädie der DNA Elemente" wurde festgestellt, dass dennoch mehr als 90 Prozent der DNA in RNA umgeschrieben werden. Ein Großteil der RNA, die eine menschliche Zelle erzeugen kann, dient damit nachweislich nicht dem Aufbau von Proteinen. Während die Anzahl proteinkodierender Gene über viele Spezies hinweg etwa gleich bleibt, nimmt der Anteil nicht kodierender Sequenzen in Tiergenomen stark mit der Komplexität des Organismus zu, was auf eine Rolle von nicht kodierenden Elementen in der Evolution von Komplexität hindeutet. Ziel ist es jetzt, Funktion und Wirkmechanismen jener nicht-proteinkodierenden RNA zu modellieren.

Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier abrufen.
 

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