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Machtwirtschaft unterhöhlt die Marktwirtschaft

Presse-Information des ADT Bundesverband Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e. V.
Dr. Bertram Dressel

Machtwirtschaft unterhöhlt die Marktwirtschaft

Der erfahrene Medienkonsument ist daran gewöhnt, täglich von wichtigen Managern zu lesen, die Kraft ihres Könnens oder Nichtkönnens gerade mal wieder ein Schwergewicht aus dem Dax gerettet oder an den Baum gefahren haben. Doch wer berichtet über die tausende Unternehmer im Lande, die Tag für Tag unspektakulär für das Wohl ihres Unternehmens wirken? Es ist die vermeintliche Anziehungskraft der Mächtigen, die zu die-sem Zerrbild führt. Doch die Auswirkungen sind gefährlich: Im Gefühl der Macht sind die Mächtigen auch nicht zimperlich, über gut und böse, wahr und falsch nach ei-genen Kriterien zu urteilen. Die Beispiele dafür sind auch tagtäglich zu beobachten: Wer bekommt den Lieferauftrag - der mit dem besten passenden Produkt oder der den Chefeinkäufer kennt? Wer bekommt die Staatsbürgschaft – ist es der die besten Autos baut oder der, für den der Landesvater sich einsetzt? Durch diese Muskelspiele der Macht wird die regulierende Wirkung des Marktes unterhöhlt. Statt die wirtschaftlichste Lösung zu realisieren gewinnt die mit den meisten Fürsprechern aus den Zentren der Macht.

Dieses Dilemma spüren einmal mehr junge Unternehmer und Unternehmensgründer, die mit ihren innovativen Produkten und Leistungen Umsätze generieren wollen. Zu häufig werden sie vom Machtgefüge der Großunternehmen unfair vom Markt verdrängt. Mächtige Manager diktieren Preise, die für die Lieferanten nicht auskömmlich sind, andere definieren Lieferbedingungen die kein junger Unternehmer erfüllen kann. Dieses Missverhältnis zwischen objektiv besserem Angebot und subjektiv geprägter Entscheidung lähmt viele Bereiche und erschwert die Erneuerung der Wirtschaftsstruktur. Gerade diese Erneuerung ist aber essenzielle Grundlage für neue krisensichere Arbeitsplätze als Alternative für den hoch subventionierten Erhalt überalterter, nicht mehr wirtschaftlicher Strukturen.

Seit wann ist es die Aufgabe des Staates, der Regierung oder der Verwaltungen, mit ihrer Macht den Wirtschaftskreislauf nach ihren Vorstellungen von gut und richtig zu beeinflussen

Sie haben eine andere Kernaufgabe: Einen verlässlichen Rahmen für die Wirtschaft und das Leben der Bürger sowie eine leistungsfähigen Infrastruktur, Wissenschaft und Bildung zu sichern. Nur dafür sollen und dürfen staatliche Gelder eingesetzt werden. In dieser Funktion hat er einzuschreiten und ein Unterhöhlen der Marktwirtschaft durch Machtstrukturen zu verhindern. Machtgetriebene Entscheidungen bringen den sensiblen Markt aus dem Gleichgewicht und zerstören so die Basis unseres Wirtschaftssystems.

Berlin, den 10. Juni 2009

Herausgeber:
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