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Affe + Sprache = Mensch?

PRESSEMITTEILUNG biosaxony vom 04.06.2010

Affe + Sprache = Mensch?

BIOTECH MEETS PUBLIC – Veranstaltung im Leipziger Zoo

Dresden, 4. Juni 2010. Die Sächsische Koordinierungsstelle für Biotechnologie, biosaxony, lädt am 10. Juni 2010 ab 16 Uhr zur zweiten Veranstaltung dieses Jahres im Rahmen der Reihe „BIOTECH MEETS PUBLIC“ ein.

Zwei Basen (Buchstaben) im genetischen Code machen den Unterschied: der Mensch kann sprechen, der Schimpanse dagegen nicht. Eine zufällige Mutation oder darwinsche Auslese? Wenn unsere nächsten Verwandten nicht sprechen können - was hören sie dann?
Humboldt meinte, dass die Sprache "das bildende Organ der Gedanken" ist. Die tradierte Diskussion um das Verhältnis von Sprache und Denken ist Jahrhunderte alt und nimmt teilweise ideologischen Charakter an. biosaxony möchte das Thema aus Sicht eines Abstammungsgenetikers und eines Kognitionsforschers beleuchten.

Um uns Abstammungsorientiert zu verorten, beginnt die Veranstaltung bei den Menschenaffen im Pongoland – mit einer Expedition geführt vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie Leipzig.

Den zwei Vorträgen folgt am Vorabend der Fussball WM ein Get-together in der Kiwara Lodge, inmitten der afrikanischen Savanne des Zoos Leipzig.

Die Referenten

Dr. Jonas Obleser
Dr. Jonas Obleser arbeitet seit 2007 am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in der Neuropsychologie-Gruppe. Im kommenden Jahr wird er Leiter der Gruppe „Auditive Kognition“. In seiner Forschungsarbeit untersucht er, wie das menschliche Gehirn wichtige akustische Signale, vor allem die Sprache, analysiert und erfasst.

Wolfgang Enard
Wolfgang Enard geht am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig in der Forschungsgruppe von Svante Pääbo der der Frage nach, was Menschen und Schimpansen genetisch unterscheidet. Das Team des Molekularbiologen wurde durch das internationale Schimpansen-Genomprojekt bekannt, in dem das Gen FOXP2 entdeckt wurde. Dieses erweist sich immer mehr als zentraler Faktor für die Sprachfähigkeit des Menschen.

Über Biotech-meets-Public
Die Veranstaltungsreihe „BIOTECH MEETS PUBLIC“ ist kostenfrei und richtet sich an Unternehmen der Medizin-, Gesundheits- und Biotechnologiebranche sowie Vertreter aus Politik und Wissenschaft. Die Veranstaltungsreihe findet zweimal jährlich in Dresden und Leipzig statt. Das Anliegen: neue Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus der biotechnologischen und biomedizinischen Branche in zwanglosem Rahmen diskutieren. Dabei sucht und fördert biosaxony den gemeinsamen Dialog zwischen Experten und Laien.

Die Anmeldung zur Veranstaltung kann online (www.biotech-meets-public.de) oder per Telefon (0341 - 2 12 07 19) erfolgen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.biotech-meets-public.de.

Für Rückfragen stehen gern zur Verfügung:
biosaxony
Dr. Martin Pfister / Christin Dörsel
Tel.: 0351 79651-05
Fax: 0351 79651-10
E-Mail: info@biosaxony.com

 

Programmablauf
ab 16:00 Uhr Empfang der Gäste vor dem Verwaltungsgebäude, rechts vom Haupteingang des Zoo Leipzig

16:30 Uhr Führungen durch das Pongoland mit Mitarbeitern des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie

Die Führungen im Pongoland sind bereits ausgebucht. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir mit Rücksicht auf die Tiere keine Erweiterung der Gruppen vornehmen.

Vielen Dank, das biosaxony-Team


17:30 Uhr Getränke und Snacks im Foyer der Neuen Verwaltung

18:00 Uhr Begrüßung durch Dr. Martin Pfister
(Direktor, biosaxony)

18:15 Uhr Begrüßung Dr. Jörg Junhold
(Geschäftsführer, Zoo Leipzig GmbH)

18:30 Uhr Dr. Jonas Obleser
Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften,
Thema: „Vom Geräusch zur Bedeutung: Wie Hören und Sprache zusammenhängen“ + anschließende Diskussionsrunde

19:15 Uhr Wolfgang Enard
Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie,
Thema: „Ursprung von Sprechen und Sprache: Warum kann der Mensch sprechen, der Schimpanse als nächster Verwandter dagegen nicht?“ + anschließende Diskussionsrunde

ab ca. 20:00 Uhr Get-Together – mit Getränken und Buffet in der Kiwara-Lodge
 

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